Bella Italia – Gardasee

Urlaub am Gardasee im Oktober und dazu ohne Auto. Geht nicht? Doch! Es geht! Und es ist wunderbar! Trotz Nebensaison. Oder gerade deswegen?

Anreise

Wie auch schon in unseren letzten Urlauben haben wir die bequeme Anreise mit der Bahn gewählt. Frühzeitig gebucht und so haben wir auch hier wieder ein gutes Angebot erhalten. Und eine Anreise mit der Bahn ist immer wieder spannend. Was wir dieses Mal erlebt haben, könnt ihr in meinem Beitrag Entspannt in den Urlaub nachlesen.

Unterkunft

Unsere Unterkunft, Residence Gasparina Village, liegt am Rande von Peschiera del Garda. Einer der beiden Orte am See mit Bahnanschluss. Die Unterkunft ist ca. 40 Minuten Fußweg vom Bahnhof und ca. 30 Minuten von der Altstadt entfernt. Der Weg führt direkt am Gardasee entlang, sodass es sehr angenehm zu laufen ist. Mit Gepäck haben wir uns jedoch für die bequeme Variante mit dem Taxi entschieden.

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Ausflüge

Die Gardasee Region hat unzählige Unternehmungsmöglichkeiten zu bieten. Die Meisten davon sind auch gut mit den Bussen oder der Bahn zu erreichen, sodass ein Mietwagen kein Muss ist.

Wir haben uns für die ersten sieben Tage eine Wochenkarte für den Bus geholt. So brauchten wir nicht jedes Mal erst überlegen, ob wir den Bus nehmen oder doch zu Fuß gehen und auch das lästige Fahrkarten kaufen ist entfallen.

Und was haben wir uns angesehen?

Peschiera del Garda

Die Altstadt ist ca. 30 Minuten Fußweg von unserem Hotel entfernt. An der Uferpromenade kann man sehr gut entlang laufen und der Weg kommt einem dann auch nicht so weit vor.

Die Stadt liegt direkt an der viel befahrenen Uferstraße, die rund um den Gardasee führt. In der Altstadt selber ist es jedoch autofrei und die viele Gassen laden zu einem Spaziergang ein. Wahrzeichen der Stadt ist die inzwischen zum Teil zerfallene Festung.

Hier beginnt auch eine etwa 40km lange Fahrradstrecke nach Mantua. Die Strecke führt lange Zeit am Fluss entlang, in einer Gegend, in der sich der Mincio Park ausdehnt.

Sirmione

Die Stadt liegt am äußersten Ende einer Landzunge, die in den Gardasee hineinreicht. Der Weg nach Sirmione ist stark befahren. Die Autos stauen sich, die Parkplätze sind überfüllt. Die Altstadt selber ist dann verkehrsberuhigt und nahezu autofrei – sehr angenehm. Das Stadtbild wird von einer Wasserburg geprägt und die alten, kleinen und verwinkelten Gassen laden zum schlendern ein.

Am Ende der Zypressen- und Olivenhaine liegen die Ruinen einer der größten römischen Villen Italiens. An der Inselspitze ist das Ufer von Kalksteinplatten umgeben.

Sirmione gilt als bedeutender Kurort aufgrund einer schwefelhaltigen Heilquelle.

Desenzano del Garda

Desenzano ist der größte Ort am Gardasee und hat neben Peschiera als einzige Stadt einen Bahnhof. Die Stadt dient jedoch nicht als Feriendomizil, sondern wird als Ausflugsziel oder für Shoppingtouren genutzt.

Sehenswert ist hier das alte Schloss im Herzen der Stadt und das Archäologische Museum sowie die Überreste einer römischen Villa.

Ein Spaziergang an der Uferpromenade ist ebenfalls ein Muss.

 

Malcesine

Von Malcesine fährt eine Seilbahn hoch auf den Monte Baldo. Dies war der eigentliche Grund, warum wir überhaupt hierher gefahren sind. Nachdem wir aber fest gestellt haben, das wir bestimmt hätten zwei Stunden anstehen müssen, um überhaupt die Seilbahn nutzen zu können, haben wir uns kurzerhand entschlossen nicht auf den Berg zu fahren, sondern uns stattdessen die Stadt anzusehen.

Eine sehr gute und lohnenswerte Entscheidung.

Auch hier lädt die Uferpromenade wieder zu wunderbaren Spaziergängen ein mit besten Blick auf den See. Über der Stadt thront eine alte Skaligerburg. Der Ortskern ist geprägt von alten Pflasterwegen und vielen Gassen und alten Häusern. Genau so habe ich mir immer eine italienische Stadt vorgestellt.

Verona

Ein Ausflug nach Verona durfte natürlich auch nicht fehlen. Mit dem Bus ist man in einer knappen Stunde direkt im Stadtzentrum. Hier befindet sich auch das bekannte Amphitheater. Für 10€ Eintritt kann man die Arena besichtigen. Wir hatten uns hier etwas mehr versprochen. Auf wenigen Schautafeln ist die Geschichte der Arena erklärt und man hat die Möglichkeit einen Blick in das Innere zu werfen.

Von dort sind wir zu der Ponte Pietra und dann mit dem Funicolare di Castel S.Pietro auf einen Berg gefahren. Von hier hat man einen tollen Blick über die Stadt.

Zu Fuß wieder runter und durch die Straßen treiben lassen. Italien wie ich es mir vorgestellt habe.

Wanderung von Peschiera nach Garda (ca. 17km)

Entlang der Uferpromenade sind wir von Peschiera del Garda vorbei an Lazise, Cisano und Bardolino nach Garda gelaufen. Der Weg ist insgesamt ca. 17km lang. Unterwegs gibt es verschiedene Möglichkeiten zum Verweilen und die Strecke ist sehr angenehm zu laufen.

Zurück haben wir dann allerdings den Bus gewählt.

Fahrradtour nach Valeggio

Von Peschiera del Garda führt ein Radweg entlang des Flusses Mincio bis nach Mantua. Die gesamte Strecke sind ca. 40km. Wir haben die Hälfte der Tour gemacht und sind bis nach Valeggio gefahren. Der Radweg verläuft rechts und links vom Fluss, abseits der Straße und ist fast durchgehend asphaltiert.

Nach ca. 15km Fahrt erreicht man Valeggio. Eine Ortschaft mit einer alten Befestigungsanlage. Nach einer kurzen Besichtigung der Festung haben wir uns etwas gestärkt bevor wir den Rückweg nach Peschiera angetreten sind.

Fazit

Der Gardasee ist eine sehr schöne Urlaubsregion, sowohl für Familien mit Kindern als auch für Paare. Wir hatten wunderbare zwei Wochen. Eine sehr gute Mischung aus Erholung und Unternehmungen. Wir haben viel gesehen, viel erlebt und die Zeit genossen. Der Gardasee ist Hochburg für deutsche Touristen. Für mich ein Grund, warum ich in der Hauptsaison nicht dorthin reisen möchte. Ich persönlich mag es im Urlaub ganz gerne andere Kulturen kennenzulernen und andere Sprachen zu hören. Außerdem finde ich deutsche Touristen sehr anstrengend und stressig. Daher bevorzuge ich für diese Urlaubsregion die Nebensaison. Nichts desto trotz kann ich den Gardasee aber absolut empfehlen.

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