Aachen, Brügge und Umgebung

Unser diesjähriger Sommerurlaub ist eine Mischung aus Städtetrips und Radfahren. Klingt komisch? Ist aber so.

Mit dem Zug und unseren Rädern sind wir über Köln nach Aachen gefahren, wo wir unsere erste Zwischenstation eingeplant haben. Als wir in Aachen ankommen, fragen wir uns selber, wie wir eigentlich auf diese Stadt gekommen sind? Zu sehen gibt es hier nicht viel und richtig schön ist die Stadt auch nicht. Das Fahrradfahren ist hier eine Herausforderung. So ändern wir unseren ursprünglichen Plan die Stadt mit dem Rad zu erkunden auch ganz schnell, stellen unsere Räder in einer Fahrradstation unter und erkunden die Stadt dann doch zu Fuß.


Abends gehen wir im „Mei Wei Dumplings“ essen. Ich bin anfangs skeptisch. Ein chinesisches Schnellrestaurant. Chinesisches Essen ist nicht so unbedingt meins. Aber nach dem ersten Bissen bin ich überzeugt. Die Dumplings sind sehr lecker!

Am nächsten Tag fahren wir mit dem Rad entlang des Vennbahnwegs nach Eupen. Sobald man aus Aachen raus ist, ist die Strecke sehr schön und gut zum Fahren.

Ab Eupen wollten wir den Zug nach Brügge nehmen. Am Bahnhof kaufen wir uns die benötigten Fahrkarten und warten auf den Zug. Der Zug kommt, aber es gibt kein Fahrradabteil. Etwas verunsichert fragen wir den Schaffner, ob der Zug wirklich kein Fahrradabteil hat. Nein. Aber wir könnten die Räder in den letzten Wagen in den Gang stellen. Wie? Einfach in den Gang stellen? Für uns Deutsche absolut unvorstellbar. Trotzdem schauen wir uns den Wagen an, stellen fest, dass dieser auch noch vollständig von einer Schulklasse reserviert ist, und dann sollen wir mit unseren Rädern die Tür und/oder den Weg zur Toilette versperren? Wir beschließen auf den nächsten Zug zu warten, der dann hoffentlich ein Fahrradabteil hat.
So ist es dann auch. Der nächste Zug hat ein Fahrradabteil. Oder zumindest ein Abteil, das so genannt wird. Es sind ganze zwei Fahrradstellplätze vorhanden. Das sollen dann auch unsere sein. Platz suchen und die Zugfahrt nach Brügge genießen.
Während der Fahrt lernen wir, dass es in Belgien wohl üblich ist, die Räder in den Gang zu stellen. Jedenfalls ist es hier keine Seltenheit.

Nach ca. 3 Stunden Zugfahrt erreichen wir Brügge. Wir schwingen uns auf unsere Räder und fahren zu unserer Unterkunft, einem Bed & Breakfast in Bahnhofsnähe.  Hier werden wir die nächsten 6 Nächte verbringen und von hier aus Tagesausflüge machen.

Tag 1: Zeebrügge und Oostende

Nach einem liebevoll zubereiteten Frühstück satteln wir unsere Räder und begeben uns auf den Weg nach Zeebrügge und Oostende. Der Weg nach Zeebrügge war geprägt von vielen Baustellen und Autos. Nicht sehr schön zum Fahren. Die Stadt selber ist auch nicht unbedingt sehenswert. Vielleicht hätten wir doch auf unsere Gastgeberin hören sollen…
An der Küste entlang sind wir dann schließlich nach Oostende gefahren. Die Küstenorte sind alle sehr schick und wirken sehr hochwertig. Wenig zu vergleichen mit der deutschen Nordseeküste. In einer Strandbar gönnen wir uns ein kühles Alster und genießen den Blick auf das Meer. So fühlt sich Urlaub an! Von Oostende geht es am Kanal entlang zurück nach Brügge. Hier ist es sehr schön zum Fahren. Insgesamt sind wir heute wohl knapp 90km bei Sonnenschein gefahren.

Tag 2: Brüssel

Heute steht die Hauptstadt auf dem Plan. Mit dem Zug (mit dem Rad wäre es etwas zu weit) nach Brüssel und vor Ort die Highlights zu Fuß erkundet: Le Grand Place, Europäisches Parlament, Justizpalast, diverse Kirchen, Manneken Pis, Ixelles und das Atomium durfte natürlich auch nicht fehlen.

Tag 3: Antwerpen

Auch heute bringt uns der Zug zu unserem Ziel. In Antwerpen angekommen werden wir gleich von dem sehr schönen Bahnhof überrascht. Der Bahnhof von Antwerpen gilt nicht umsonst als der schönste Bahnhof Europas.
Heute orientieren wir uns an einem Stadtspaziergang aus dem Reiseführer. So werden wir an allen Sehenswürdigkeiten vorbeigeführt und können nichts verpassen. Der Spaziergang führt uns durch das Diamantenviertel, zum Großen Platz, Großer Markt, Rathaus, durch das Rotlichtviertel zur Kathedrale, vorbei an der Nationalbank zum Rubenshaus und noch zu vielen anderen Sehenswürdigkeiten.
Die alten Häuser sind alle sehr schön und verleihen der Stadt einen gewissen Charme. Ansonsten wirkt die Stadt selber leider sehr dreckig.

Tag 4: Brügge

Treiben lassen und die Stadt auf uns wirken lassen. Leider war das Wetter etwas eigensinnig und war immer mal wieder am Regnen. Gut, dass es einige Cafés in der Stadt gibt. Beim ersten Schauer sind wir ins „La Petite Venise“ geflüchtet, beim nächsten Schauer war dann auch schon Essenszeit und wir sind im „Trium“ gelandet. Wir haben lange nicht so gut gegessen. Gut gestärkt haben wir uns am Nachmittag dann auf den Weg gemacht, zwei der fünf Stadttore anzusehen und haben den Tag in einer Bar ausklingen lassen.

Tag 5: Gent

Mit dem Zug in 20 Minuten zu erreichen. Das Wetter ist wechselhaft: sonnig, bewölkt, windig. Aber trocken.
Wir orientieren uns auch heute an einen Stadtspaziergang. Die Altstadt ist sehr schön. Viele alte Häuser, Kirchen, eine Burg. Man kann sich gut treiben lassen.
Unsere erste Pause machen wir bereits auf dem Weg vom Bahnhof in die Altstadt in einem Kaffeeladen. Zum Mittag gibt es „Croq“ in einem französischen, kleinen Bistro. Hier nutzen wir die Zeit und schreiben die ersten Postkarten an die Daheimgebliebenen.
Anschließend lassen wir uns weiter durch die Stadt treiben.

Am Abend heißt es dann Taschen packen. Morgen beginnt unsere Radtour Richtung Amsterdam.

 

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