Wien

Nachdem ich Wien bisher nur von Tagesbesuchen her kannte, hatte ich nun die Möglichkeit die Stadt intensiver kennen und lieben zu lernen.

Wie bin ich nach Wien gekommen?

Ihr könnt es euch sicherlich schon denken. Richtig. Ich bin wieder einmal mit dem Zug angereist. Ab Hannover dauert die Fahrt ca. 7,5 Stunden und es gibt es sogar Direktverbindungen. Somit bekommt man auch keine Sorge, den Anschluss nicht zu bekommen, sollte es zu Verspätungen kommen. Der Urlaub beginnt also schon mit der Anreise.

Wo habe ich übernachtet?

Wir haben in einem der „Azimut“ Hotels übernachtet, direkt am Wiener Hauptbahnhof. Das Hotel ist modern eingerichtet und frisch renoviert. Die Renovierungsarbeiten waren während unseres Aufenthaltes (März 2017) noch nicht vollständig abgeschlossen, sodass es zum Teil noch zu Einschränkungen kam.

Was habe ich in Wien unternommen?

1. Tag:

Wir sind erst abends in Wien angekommen und haben, nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, noch einen Spaziergang in Bahnhofsnähe gemacht. Die Favoritenstraße runter in Richtung Stephansdom. Auf halber Strecke ungefähr haben wir ein nettes mexikanisches Restaurant „Santos“ entdeckt, wo wir dann auch zu Abend gegessen haben.

2. Tag:

Nachdem wir uns in der Tourist-Info, direkt am Hauptbahnhof, die Wien-Card für 72Std geholt haben, sind wir mit der U-Bahn zum Stephansplatz gefahren. Hier merkt man sofort, dass Wien eine absolute Touristenstadt ist. Vor dem Stephansdom stehen unzählige Kartenverkäufer, die versuchen, Konzertkarten für den Abend zu verkaufen. Dazu etliche Personen mit Kameras und Handys, die alle Fotos machen.

Wir haben uns den Stephansdom von innen angesehen. Eine beeindruckende Kirche. Leider merkt man auch hier den Tourismus, denn viele Bereiche im Inneren der Kirche sind abgetrennt / abgesperrt.

Anschließend haben wir uns durch die Straßen in Richtung der Spanischen Hofreitschule und der Hochburg treiben lassen. Kurzerhand haben wir uns die Morgenarbeit in der Spanischen Hofreitschule angesehen inkl. einer Führung durch die Ställe. Die Morgenarbeit ist letztendlich nichts anderes, als das tägliche Training mit den Pferden, bei dem jeder zuschauen kann. Wir hatten uns etwas mehr davon versprochen und waren doch ein wenig enttäuscht. Obwohl es sich hierbei um das tägliche Training handelt, gibt es keinen Trainer, der Übungen vorgibt oder ansagt, vielmehr wirkt es für einen Laien, als wäre es eine Art freies Training. Also wo jeder Reiter mit seinem Pferd üben kann, was er möchte. Die Führung war, sofern man nicht absoluter Pferdenarr ist, auch nicht so spannend. Man wird durch die Ställe geführt, sieht die Sattelkammer und erfährt ein paar allgemeine Informationen. Für mich allerdings alles sehr oberflächlich.

Fußläufig von der Hofburg ist das Museumsquartier gelegen. Hier gibt es einen Gebäudekomplex, in dem verschiedene Start-ups untergebracht sind. Sehr interessant zum schlendern und schauen.

In dem Restaurant des Theaters für junge Leute kann man gut und günstig essen. (Anm.: nicht zu empfehlen für Personen, die keine Kinder mögen! Gefühlt waren wir die einzigen Personen, die kein Kind dabei hatten)

Am Nachmittag haben wir eine Stadtrundfahrt auf der Ringstraße mit einer alten Tram gemacht. Ganz nett um einen Überblick zu bekommen.

Den Abend haben wir auf dem Prater ausklingen lassen. Ganz klassisch und touristisch haben wir eine Fahrt mit dem Riesenrad gemacht – toller Ausblick auf die Stadt. Ansonsten ist der Prater zu vergleichen mit einem Jahrmarkt oder riesigen Freizeitpark. Anders als beim Tivoli in Copenhagen kommt man hier jedoch kostenfrei auf das Gelände und zahlt wirklich nur die Attraktionen, die man auch nutzt.

3. Tag:

Am nächsten Tag waren wir am Vormittag im Tiergarten Schönbrunn. Aktuell gibt es hier zwei Baby-Pandas, Zwillinge. Dies ist natürlich „die“ Attraktion schlechthin. Mich persönlich hat die Vielfalt der Pinguine viel mehr begeistert. Der Tiergarten ist sehr schön angelegt und man kann sicher auch einen ganzen Tag dort verbringen, einzelne Fütterungen mit ansehen und Tiere beobachten.

Gleich nebenan findet sich das Schloss Schönbrunn. Den Nachmittag haben wir in den Parkanlagen des Schlosses verbracht und die Sonne genossen. Eine sehr schöne Gartenanlage, die zu langen Spaziergängen einlädt.

Ebenfalls hier zu finden ist das Brandauers Schlossbräu, ein rustikales Restaurant mit angeschlossenen Biergarten. Sehr gutes Essen und freundliches Personal. Wer die einheimische Küche sucht, ist hier auf jeden Fall richtig.

4. Tag:

Nach zwei Tagen Sightseeing haben wir uns heute in die Natur gewagt und eine schöne Wanderung durch den Wiener Wald unternommen.

Unser Ausgangspunkt war Grinzing. Grinzing selber ist ein kleiner Stadteil oder Vorort von Wien, in dem sämtliche Heurigen zu finden sind. Von hier sind wir über dem Höhenweg nach Neuwaldegg gewandert. Mit 4 Stunden kann man gut kalkulieren. Auf dem Weg gibt es verschiedene Gasthäuser, in denen man einkehren kann.

Abendessen gab es heute in dem Restaurant Columbusbräu. Ebenfalls ein rustikales Restaurant, in dem man gute einheimische Küche finden kann.

5. Tag:

Raus aus Wien und mit dem Zug innerhalb einer Stunde nach Bratislava. Mit dem Bratislava-Ticket (16,- Euro p.P.) kann man den gesamten Tag zwischen Bratislava und Wien hin- und herfahren und in Bratislava selber auch die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.

Fazit:

Wien hat mich absolut überzeugt und ich werde sicherlich wieder kommen.

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