Panama

… und die Reise geht weiter.
Nachdem wir nun 3 Tage in Costa Rica waren, wurden wir heute früh am Hotel abgeholt und zum Flughafen von San Jose gebracht.
Wir verlassen Costa Rica und fliegen nach Panama.

In Panama angekommen müssen wir erst einmal wieder durch die Passkontrolle. Es werden Fotos gemacht, Fingerabdrücke genommen, das Gepäck doppelt und dreifach durchleuchtet. Wir dürfen rein… und werden auch bereits von unserer Reiseleitung Gerti erwartet.

Die schöne Altstadt von Panama City, die 2003 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde, bietet auf relativ kleinem Raum viele Sehenswürdigkeiten.
Am Abend essen wir in der Altstadt. Urlaubsfeeling pur. Spanische Straßenmusiker. Leute tanzen. Welcome to Panama.

Am nächsten Tag fahren wir in Richtung Nordosten nach Curutú. Dort steigen wir in kleine Einbaum-Boote um, die uns den Rio Chagres hinaufbringen. Der einzige Weg um in das Dorf der Emberá zu gelangen. Hier erleben wir einen authentischen Einblick in die Kultur der Menschen. Wir haben die Möglichkeit uns mit ihnen zu unterhalten, mit ihnen das Mittagessen gemeinsam einzunehmen und mit ihnen zu tanzen.
Hier fühlt man sich in einer komplett anderen Welt.  Die Emberá leben noch sehr einfach und naturverbunden. Sie leben hauptsächlich von den Produkten, die sie selber anbauen können oder selber fangen. Die Häuser sind einfache Hütten, keine Elektrizität, kein großer Reichtum. Aber sie sind einfach glücklich.

Auf dem Rückweg in die Stadt halten wir am Besucherzentrum der Miraflores-Schleusen und stimmen uns schon einmal für die Fahrt auf dem Panama-Kanal ein.

Die Teildurchquerung des Panamakanals dauert ca. 6 Stunden. Wir haben die Pedro Miguel- und die Miraflores-Schleusen passiert und haben ein paar interessante Informationen über die Geschichte des Kanals erhalten. Z.B.waren es die Franzosen, die die Idee des Kanals hatten, es aber nicht realisieren konnten. Die Amerikaner haben es dann letztendlich umgesetzt.

Der nächste Tag, gleichzeitig der vorletzte Tag, dieser wunderbaren Reise, soll dazu dienen die Strandbeschaffenheit des Landes zu testen 😉 Wir werden nach dem Frühstück abgeholt und nach Farallòn zu unserem nächsten Hotel gebracht. Tagesprogramm: Schwimmen, entspannen, Eindrück Revue passieren lassen.

Das Hotel gefällt mir persönlich gar nicht. Es ist viel zu groß, zu unpersönlich, überlaufen. Bevor wir uns an den Pool legen, machen wir ein paar Fotos am Strand und im Wasser. Einmal im Pazifik sein! Herrlich!

Später am Nachmittag wagen wir uns sogar einmal richtig ins Meer. Blöd nur, wenn die roten Flaggen so versteckt hinter den Palmen sind, dass man diese nicht sieht. Die Unterströmung ist nicht zu unterschätzen. Die ersten Wellen waren noch ganz lustig, aber dann kam eine riesige Welle und riss uns komplett um. Keine Chance für uns. Kaum, dass wir uns einigermaßen wieder orientiert hatten, kam auch schon die nächste Welle. Kein schönes Gefühl, wenn man von einer Welle und der Kraft des Wassers immer weiter raus aufs Meer gezogen wird, die Orientierung verliert und eigentlich nicht weiß, wie man wieder raus kommen soll. Irgendwie haben wir es geschafft. Der Life Guard kam auch bereits angerannt… Außer diverser Kratzer am gesamten Körper ist Gott sei Dank nichts schlimmeres passiert.

Den letzten Abend lassen wir als Gruppe dann an der Hotelbar und am Strand ausklingen. Wir lassen die Tage Revue passieren und stellen fest, dass sowohl Costa Rica als auch Panama wunderbare Länder sind. Ganz anders als wir es uns vorgestellt haben, aber wunderschön!

Nach den Aufregungen der letzten Tage, wäre es ja verwunderlich, wenn beim Rückflug alles reibungslos verläuft.

Am Vormittag schauen wir uns noch die Colonialstadt von Panama City an, gönnen uns einen Abschluss Drink auf einer Dachterrasse, bevor es dann zum Flughafen geht.

Schon bei der Gepäckaufgabe werden wir darüber informiert, dass unser Flug 2 Stunden Verspätung hat. Die Stimmung ist geteilt. Diejenigen, die nach Hamburg müssen, werden gleich umgebucht. Der Anschluss in Madrid kann nicht erreicht werden. Die Münchener und Frankfurter sind entspannt. Geplante 5 Stunden Umsteigezeit, 2 Stunden Verspätung macht immernoch 3 Stunden Zeit. Entspannt. Die Berliner sind geteilt. 3 geplante Stunden, es bleibt 1 Stunde. Ist zu schaffen, aber sportlich.

Am Gate heißt es dann warten, warten, warten. Aus 2 Stunden, werden 3 Stunden, 4 Stunden,… wir starten letztendlich mit 5 Stunden Verspätung. Inzwischen ist auch die Laune bei den Münchener und Frankfurtern etwas gedrückt. Holen wir vielleicht noch etwas Zeit auf? Bekommen wir den Anschluss? Es bleibt spannend.

Tatsächlich, wir haben 30 Minuten aufgeholt. Uns bleiben 55 Minuten zum Umsteigen, Passkontrolle und Terminalwechsel. Aber es wäre doch gelacht, wenn wir das nicht schaffen. Oder?

Terminalwechsel, kein Problem. Passkontrolle. Wir versuchen mit unserem ganzen Charme den netten Grenzbeamten davon zu überzeugen, dass wir hier dringend durch müssen, weil unser Flieger geht. Aber keine Chance. Spanische Mentalität… „Ihr habt Zeit. Entspannt euch“. Witzig… er muss auch keinen Flieger bekommen. Als EU Bürger haben wir die Möglichkeiten, die automatische Passkontrolle zu passieren. Zumindest in der Theorie. Dieser Automat akzeptiert keinen der 8 Pässe von uns. Also doch anstellen in der Schlange. Auch hier ist der Grenzbeamte die Ruhe in Person. „Hatten Sie einen guten Flug. Wo möchten Sie hin? Hat es Ihnen gefallen?“ Ähm ja… Small Talk ist fein, aber nicht jetzt. Endlich durch die Kontrolle durch, und los. Ach nein… Sicherheitskontrolle. Und das gleiche von vorn. Ein Blick auf die Uhr, wir haben noch 20 Minuten. Die Zeit rennt. Und wir auch.

Wir kommen letztendlich 1 Minute vor der Boarding Zeit am Gate an. Ausatmen. Wir haben es geschafft. Aber ob es auch unser Gepäck geschafft hat?

In Frankfurt werden gleich 3 von uns ausgerufen. Das Gepäck hat es leider nicht geschafft, ist in Madrid gestrandet. Wir anderen haben Glück. Gepäck ist vollständig da und wir bekommen sogar unsere Züge nach Hause. Diesmal ohne Verspätung und mit einer Platzreservierung für den richtigen Zug.

Was für eine Aufregung auf dem letzten Stück. Aber was wäre schon eine Reise ohne Zwischenfälle? Ganz schön langweilig, oder nicht?

 

 

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