Bücher im Januar

Das neue Jahr hat begonnen und in den sozialen Medien habe ich viele Vorsätze gelesen, die das Lesen betreffen. Einige möchten unbedingt mehr lesen als im letzten Jahr, andere wiederum möchten weniger lesen. Ich habe mich dabei gefragt, kommt es überhaupt auf die Menge an? Ist es nicht viel wichtiger, das Lesen zu genießen? Für mich ist das Lesen ein Ausgleich zur Arbeit. Abschalten, Runterkommen und in eine andere Welt „flüchten“. Dabei ist es mir jedoch egal, ob ich ein Buch in der Woche lese oder sieben. Mir ist es wichtig, dass mich das Buch anspricht, abholt und abtauchen lässt. Und dies haben die folgenden Bücher fast ausnahmslos geschafft.

 

Dreh dich nicht um

Autor: Karin Slaughter

Drei Tote innerhalb einer Woche am College. Alles deutet auf Selbstmord hin, aber der Polizeichef Jeffrey Tolliver und die Rechtsmedizinerin Sara Linton haben den Verdacht, dass mehr hinter den vermeintlichen Selbstmorden steckt…

Fazit: Ich habe das Buch, wie so ziemlich jedes Buch von Karin Slaughter, verschlungen und fand es durchweg spannend geschrieben. Ich bin zwischenzeitlich nicht so schnell auf die Lösung des Rätsels gekommen. Das Ende war allerdings überraschend und so war ich dann am Ende dann doch irgendwie enttäuscht. Das war es nun?!

 

Zerstört

Autor: Karin Slaughter

Lena Adams ist einzige Zeugnis eines grausamen Mordes und gleichzeitig die Hauptverdächtige. Jeffrey Tolliver lässt alles stehen und liegen, um seiner Kollegin wieder einmal zu helfen. Als ein weiterer Mord geschieht wird schnell klar, dass ein Drogenhändlerring auf brutalste Weise lästige Zeugen beseitigt. Aber was hat Lena mit all dem zu tun?

Fazit: Wie auch in ihren anderen Büchern kann sich der Leser wieder sehr gut in die Personen hineinversetzen und mitfühlen. Eine spannende Geschichte mit einem unfassbaren Ende…

 

Unverstanden

Autor: Karin Slaughter

Der Chefbuchhalter Martin Reed, wohnt noch immer bei seiner Mutter und hat auch ansonsten ein recht trostloses Leben. Schon immer ist er Zielscheibe böser Streiche gewesen. Als eine grausam zugerichtete Frauchenleiche gefunden wird, weisen alle Indizien auf Martin hin. Als dann noch eine zweite Leiche entdeckt wird, wird es richtig eng für ihn. Ist er der wahnsinnige Frauenmörder oder ist er mal wieder Zielscheibe eine perfiden Intrige geworden?

Fazit: Dieses Buch hat mich ehrlicherweise enttäuscht. Ich kenne die Thriller von Karin Slaughter als fesselnd und oft auch nicht für schwache Nerven geeignet. Dieses Buch ist eher ein Roman, der gerne ein Thriller sein möchte. Auf mich wirkt es etwas wie die ersten Versuche einen Bestseller zu schreiben, was jedoch nicht recht gelingt. Zumindest in meinen Augen. Die Times schreibt „Brillant! Ihre meisterhafte Schock-Taktik entlässt den Leser nicht eine Sekunde der Spannung“.

 

Die Insel

Autor: Charlotte Link

Er, ein Mann mit bescheidenen Ansprüchen, fühlte sich schon immer etwas fehl am Platz. Auf Sylt, die Insel der Schönen und Reichen. Doch Clara zuliebe verbrachte er Jahr für Jahr seine Ferien auf dieser Insel. Doch nun ist Clara verschwunden, durchgebrannt. Oder nicht? Die Suche nach Clara führt ihn in den Abgrund.

Fazit: Eine nette Kurzgeschichte, die man mal eben nebenbei weg lesen kann. Ich fand die Geschichte nicht sonderlich spannend und auch nicht besonders fesselnd. Für einen Roman viel zu kurz. Eine nette Lektüre für Zwischendurch.

 

Das Joshua Profil

Autor: Sebastian Fitzek

Max ist ein gesetzestreuer Bürger, der sich noch nie etwas zu Schulden kommen lassen hat. Ganz im Gegensatz zu seinem Bruder, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt. Doch in ein paar Tagen wird Max eines der schlimmsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch fähig ist. Er selber weiß noch nichts davon. Ganz im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist.

Fazit: Das Buch hat mich ein wenig an die Serie „Person of Interest“ erinnert. Ein Programm findet heraus, wer eine Straftat begehen wird oder Opfer eine Straftat wird und bestimmte Personen greifen ein, um dies zu verhindern. Ich habe mir dadurch die ganze Zeit die Frage gestellt, ob Max nun Täter oder Opfer ist? Obwohl ich recht schnell eine Vermutung hatte, und auch richtig lag, war das Buch durchweg spannend.

 

Mit dem Kühlschrank durch Irland

Autor: Tony Hawks

Tony verliert eine Wette und muss innerhalb von vier Wochen mit einem Kühlschrank an der Küste Irlands entlang trampen. Der Einsatz selber sind nur 100 Pfund, weniger, als sein treuer Wegbegleiter, der Kühlschrank kostet. Zu Beginn seiner Reise ist Tony noch ein wenig mulmig zu Mute. Doch er hat nicht mit dem Charme seines unternehmungslustigen Reisegefährten gerechnet.

Fazit: Das Buch ist eine etwas andere Art von Reiseliteratur. Auf eine herzliche und witzige Art erfährt man etwas über Land und Leute von Irland. Und zugegeben… irgendwie ist auch mir der Kühlschrank ans Herz gewachsen 🙂

 

Amokspiel

Autor: Sebastian Fitzek

Ein Psychopath spielt ein makabres Spiel und legt das Leben mehrerer Geiseln in die Hände der Bevölkerung. Seine Forderung: er möchte seine Verlobte sehen – doch die ist seit Monaten tot. Die Kriminalpsychologin Ira Samin hatte alles für ihren Selbstmord vorbereitet. Doch dann wird sie in einen Radiosender gerufen, zu diesem brutalen Geiseldrama und beginnt mit einer aussichtslosen Verhandlung, bei der ihr Millionen Menschen zuhören.

Fazit: Ich mag die Bücher von Sebastian Fitzek und auch bei diesem war ich von der ersten Seite an gefesselt. Schafft Ira es den Geiselnehmer zur Vernunft zu bringen? Kann seine Forderung erfüllt werden? Und auch diese Geschichte ist mal wieder ein guter Beweis, dass nicht immer alles so ist, wie es scheint.

 

Der Seelenbrecher

Autor: Sebastian Fitzek

Drei junge Frauen sind für eine Woche in den Fängen eines Psychopathen, der von der Presse den Namen „Seelenbrecher“ erhält. Nachdem die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen. Sie weisen keine Spuren von Vergewaltigung auf, wirken aber wie lebendig in ihrem Körper begraben.
Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher in der psychiatrischen Luxusklinik aktiv. Ärzte und Patienten müssen feststellen, dass der Tätet unerkannt in die Klinik gelangte, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm vollständig von der Außenwelt abgeschirmt ist. Der Seelenbrecher beweist, dass es kein Entkommen gibt…

Fazit: Sebastian Fitzek hat mal wieder bewiesen, dass er Psychothriller schreiben kann. Spannend und fesselnd von der ersten Seite an, mit einem überraschenden Ende. Man leidet mit den Opfern und möchte einfach nur, dass das Grauen beendet wird. Die Geschichte geht an die Psyche und ist nichts für Schwache Nerven. Für alle die, die Thriller lieben jedoch ein absolutes Muss.

 

Italien in vollen Zügen

Autor: Tim Parks

Tim Parks berichtet über die Besonderheiten Italiens. Seine Erkenntnisse gewinnt er während diverser Bahnfahrten durch das Land. Er erzählt von den Pendlern in Regionalzügen, vom Fahrkartenkauf am Schalter, der Suche nach dem richtigen Gleis und verschiedenen Begegnungen mit den unterschiedlichsten Personen.

Fazit: Das Buch ist eine etwas andere Art eines Reiseberichts. Tim Parks lebt seit Jahren in Italien und sieht sich selber schon eher als Einheimischer, sodass Reisebericht nicht ganz passend ist. Der Leser bekommt einen bildhaften Eindruck in das Land und deren Besonderheiten. Es macht Spaß das Buch zu lesen und ich habe zumindest Lust auf eine Reise nach Italien bekommen. Mit dem Zug natürlich!

 

Wie lesereich war euer Januar? Welche Bücher habt ihr gelesen?

 

 

Ein Kommentar zu „Bücher im Januar

  1. Ich habe privat im Januar „Schwarmdumm“ von Gunter Dueck gelesen. Eher Gesellschaftskritisch und so genial. Es ist schon erstauntlich wie schwer wir uns manchmal das Leben so machen. Sehr lesenswert, wenn es mal kein Krimi, Drama oder Thriller sein soll. Außerdem mein erstes richtiges eBook… Ob ich es besser finde als ein richtiges Buch, kann ich aber noch nicht sagen. 🙂

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